Wir wissen das es an der Börse nicht nur aufwärts gehen kann. Immer wieder wird es Phasen geben wo sich die Börsen abwärts bewegen um zum Mittelpunkt zurück zu kehren. Da die Börsen nach unten wie nach oben hin übertreiben müssen Kapitalanleger starke Nerven haben und sollten nicht irrationale Entscheidungen treffen. Denn: Wir werden immer wieder überrascht von den tlw. starken volatilen Börsentagen wie im vergangenen Monat. Der erfahrene Kapitalinvestor hat für jede Marktlage eine Strategie geplant und verfolgt diese diszipliniert. Aus diesem Grund überrascht diese Korrektur einen erfahrenen Kapitalanleger nicht, denn er hat die Korrektur erwartet. Für mich persönlich kam die Korrektur zu spät. Ich hatte viel früher mit rückläufigen Kursen gerechnet. Nachdem zunächst Europa und Asien in 2018 den Rückwärtsgang einlegten folgte im Oktober die USA. Ausgehend vom Monatstief am 26. Oktober haben sich die Kurse schnell wieder erholt. Ob dies der Tiefpunkt war ist Stand heute nicht klar. Nutzen Sie etwaige Rücksetzer in diesem Bereich für eine erfolgreich ausgerichtete langfristige Kapitalanlage. Bedenken Sie jedoch, dass Ihre verfügbare Liquidität nicht zu 100% aufgebraucht sein darf. Sie sollten über ausreichende Liquidität verfügen sollte es zu weiteren Rücksetzern kommen. Bspw. können Sie sich Kursmarken setzen an denen Sie diszipliniert Einkäufe tätigen. Stellen Sie sich hierzu bspw. eine Liste zusammen in denen Sie Ihre Wunschunternehmen eintragen. Bevor Sie zugreifen informieren Sie sich kurz über das aktuelle Marktgeschehen und die letzten verfügbaren Informationen des Unternehmens. Und bitte beachten Sie eine gesunde Streuung nach Branchen und Ländern. Hierzu können Sie auf meine bestehenden Blogtexte zurückgreifen.
Der Oktober 2018 sorgte im Mittel bei den weltweiten Indizes zu einer Korrektur von -6,7%. Nur der SMI (Index aus der Schweiz) konnte sich im Oktober sehr gut gegenüber dem Gesamtmarkt behaupten. Der SMI blieb nahezu unverändert (-0,72% im Oktober).
Bei den Devisen ist der Verlierer des Monats der €. Im Oktober verliert der € bspw. gegenüber dem US$ 2,50%. Kumuliert auf das Jahr 2018 bezogen ist der Verlust nun schon auf 5,65% angewachsen. Das aktuelle Kursverhältnis liegt nun bei 1,13 und genau an dieser Stelle könnte sich der € nun stabilisieren. Im Bereich 1,10 bis 1,13 liegt eine gute Unterstützung welche dem € jetzt Halt geben sollte.
Bei den Rohstoffen hat nun auch der High Flyer des Jahres (der Ölpreis) stark nach unten korrigiert. Das Plus in 2018 liegt immer noch bei attraktiven 13%. Im Oktober korrigierte der Ölpreis um ca. 9% und befindet sich nun auf der 200-Tage Linie womit sich hier eine Einstiegsgelegenheit ergibt für alle diejenigen die an weiter steigende Ölnotierungen glauben. Vorsichtige Anleger warten auf eine weitere Korrektur bis in den Bereich von 71 US$ (aktuell: 74,37). Dafür konnte sich wie erwartet der Goldpreis positiv entwickeln. Goldaktien haben im letzten Monat stark zugelegt. Sie können die Entwicklung sehr schön bspw. an der Aktie von Barrick Gold (WKN: 870450) nachvollziehen. Im Oktober 2018 legte die Aktie um 13,26% zu während sich der Goldpreis um 2% verteuerte. Die Aktie von Barrick Gold hat nun mit dem starken Kursanstieg in den Aufwärtstrend gewechselt. Wer an weitere Korrekturen am Aktienmarkt glaubt kann hier antizyklisch einsteigen und etwaige Kursrücksetzer hiermit ausgleichen. Vorsichtige Anleger warten ein Überkreuzen der Kursmarke bei 13,35 US$ ab (aktueller Kurs: 12,55). Beim Weizenpreis treffen meine Vorhersagen meist zu. Hier ergibt sich aufgrund der Oktober Korrektur (-2,58%) nun auch eine interessante Langfristinvestmentchance. Weizen steigt in 2018 bisher um 17%. (Stand bis 31.10.2018) und befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend (nahe der 200-Tage Linie).
Unser Titel diesen Monat lautet „Aus Korrekturen lernen“. Wenn Sie die Kursentwicklung im vergangenen Monat bei den einzelnen Branchen nachverfolgen können Sie sehr schön ablesen welche Branchen stärker und welche Branchen nicht so stark von der Korrektur betroffen sind. So zählten im vergangenen Monat bspw. zu den Gewinnern die Energieversorger, Basiskonsumwerte, Drogeriewerte wie auch die Dienstleister der Gesundheitsbranche. Starke Kursrücksetzer mussten hingegen die Industrie-, Finanz- (Vermögensverwalter und Banken) und Technologiewerte hinnehmen. Auch stark zurückgekommen sind die Hersteller von Basismetallen (Stahl, Kupfer etc.). Bei den Einzelwerten sind mir bspw. folgende Unternehmen mit starken Kursrücksetzern aufgefallen: BASF und Fuchs Petrolub verlieren 13%. Beide Unternehmen bieten ein gutes langfristiges Kurs- und Dividendenpotential. Zurück zu den Branchen: Dienstleister- und Versicherungswerte im Gesundheitswesen halten sich gut und verlieren nur im Mittel 2%. Gastronomiewerte können im Mittel sogar zulegen. Mc Donalds konnte im Oktober ein neues All-Time High erreichen. Nach wie vor ist Vorsicht geboten bei den Biertiteln. Diese befinden sich nun schon seit längerer Zeit im Abwärtstrend. Zudem hat der weltweit größte Bierhersteller Anheuser-Busch aus Belgien die Kapitalanleger im vergangenen Monat mit einer 50%igen Dividendenreduzierung negativ überrascht. Tabakwerte waren letzten Monat wieder gefragt, befinden sich aber überwiegend nach wie vor in einem intakten Abwärtstrend. Luxusgüteraktien korrigieren um 10% sind aber in den letzten Monaten und Jahren sehr stark gestiegen. Logistik Transport Aktien korrigieren im Mittel um 11%. Maschinenbauwerte korrigieren ebenfalls um im Mittel 11%. Ein langfristiger Einstieg in die Rüstungsbranche erscheint nun lukrativ. Die Rüstungsaktien korrigieren mit im Mittel 16% sehr stark nach unten. Nach einer jahrelangen Rallye ist diese Branche wieder fair bewertet. Zuliefererwerte für die Industriebranche sind die Hauptverlierer der Korrektur. So verliert bspw. der MDAX Titel Dürr knappe 19% an Wert in nur einem Monat. Um im Mittel 12% korrigieren bspw. die Elektrotechnologiewerte.
Natürlich ist die Korrektur nicht an unseren Musterdepots spurlos vorbeigegangen. 4 der 6 Musterdepots outperformen nach wie vor tlw. deutlich den Vergleichsindex MSCI World. Das Musterdepot der Turnaround Werte v. 04.10.2017 ist nah dran am MSCI World. Lediglich das zuletzt eingerichtete Musterdepot für die langfristige Geldanlage v. 17.08.2018 kann mit dem Vergleichsindex MSCI World nicht mithalten. Mit einer negativen Kursrendite von mittlerweile -5,74% hat sich der Abstand zum Vergleichsindex MSCI World (-2,28%) deutlich verschlechtert. Sehr erfreulich ist die Entwicklung unseres Jahresdepots 2018. Während der MSCI World per Ende Oktober sogar mit -1% ins Minus gedreht hat halten sich die ausgewählten Unternehmen in 2018 tlw. deutlich im Plus. Insgesamt kommt das Musterdepot für das Börsenjahr 2018 auf eine starke Kursrendite von 10,57%. Somit wird es eine enorme Herausforderung für 2019 werden dieses Kunststück zu wiederholen. Das Musterdepot wird per Ende Dezember 2018 aufgelöst. Es folgt der Überblick über alle Musterdepots:
In dieser Blogausgabe präsentiere ich Ihnen einen Börsenstar aus der Branche „Basiskonsum – Lebensmittel“. Hierbei handelt es sich um das US-amerikanische Unternehmen McCormick. McCormick ist der weltweit größte Gewürzhersteller. In den vergangenen 22 Jahren konnte McCormick eine effektive Kursrendite von durchschnittlich ca. 12% erzielen. In den letzten 10 Jahren konnte sich der Wert auf ca. 16% verbessern. Betrachtet man die letzten 3 Jahre konnte sich der Wert erneut auf knappe 20% verbessern. Im zurückliegenden Korrekturmonat Oktober 2018 legte McCormick antizyklisch um starke 9,3% zu. McCormick ist somit einer der wenigen Unternehmen welche Ihre Kursrendite stetig steigert. Hinzu kommt das McCormick ein sehr zuverlässiger Dividendenzahler ist. Seit mittlerweile 32 Jahren hat McCormick jedes Jahr seine Dividende gesteigert. Innerhalb der letzten 14 Jahre wurde die Dividende im Mittel um 10,8% p.a. erhöht. Die aktuelle Dividendenrendite liegt per Ende Oktober bei 1,44%. Ein Investment in McCormick ist risikoarm. Aktuell ist jedoch Vorsicht geboten da sich der Titel in 2018 sehr gut entwickelt hat (+41,3% per Ende Oktober). Zudem wird das Unternehmen nun in einigen bekannten Börsenzeitschriften erwähnt was nicht zwingend gut sein muss. In den vergangenen 20 Jahren hat es McCormik geschafft nie mehr als 20% Kursverlust p.a. hinnehmen zu müssen. Im Jahr der Finanzkrise 2008 korrigierte der Titel nur um 15,96% nach unten. In den letzten 10 Jahren hat McCormick jedes Jahr im Plus abgeschlossen.
In der kommenden Blogausgabe werde ich Ihnen aller Voraussicht nach einen Börsenstar aus Asien vorstellen. Freuen Sie sich auf einen breit aufgestellten Konzern der in vielen lukrativen Geschäftsfeldern aktiv ist.
Mehr dazu in der kommenden und letzten Blogausgabe für das Jahr 2018 am 12.12.



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