Die weltweiten Indizes gewinnen im Juli 2018 im Mittel starke 3,40% und befinden sich nun fast allesamt im Aufwärtstrend. Eine Ausnahme ist bspw. der Hang Seng Index welcher im Juli um 1,24% nachgab. Der Schweizer Index SMI konnte wie von mir erwartet stark zulegen. 6,56% Kursgewinn wurden im Juli erreicht.
Bei den Devisen stagniert der € weitestgehend. Es kommt zu keinen großen Ausschlägen. Auffällig ist nur der Rücksetzer von 1,65% gegenüber der Schwedischen Krone. Trotz dieses Rücksetzers befindet sich der € hier weiter im Aufwärtstrend.
Im Rohstoffsektor muss nun doch Öl stark nachgeben und verliert diesen Monat 6,52%. Aber auch hier befindet sich Öl nach wie vor in einem intakten Aufwärtstrend und gewinnt 2018 trotz der aktuellen Korrektur kumuliert noch gute 11%. Bei Gold wird es nun interessant. Gold notiert aktuell bei 1.223 Punkten und ist einer der Verlierer 2018. Das Blatt könnte sich nun wenden denn im Bereich 1.200 bis 1.210 wartet eine Unterstützung die Gold wieder nach oben treiben könnte. Dazu passen würde eine allgemeine Korrektur bei den weltweiten Indizes die durchaus vorstellbar ist. Allgemein gesehen ist der Juli 2018 nicht der Monat der Rohstoffe. Denn auch Kupfer gibt stark nach wobei auch hier eine Unterstützung nun naht. Kupfer musste vom Hoch am 09. Juni 2018 satte 15% Verlust hinnehmen. Was uns bleibt ist der Rohstoff „Weizen“ bei dem ich seit ungewöhnlich langer Zeit immer eine richtige Vorhersage treffe. Wie in der letzten Blogausgabe angekündigt bleibe ich hier positiv und der Rohstoff Weizen legt im Juli um starke 11,3% zu und erreicht damit jetzt ein neues 3-Jahres-Hoch. Dieser starke Kursgewinn muss nun erst mal verarbeitet werden.
Wir hören immer wieder wie wichtig es ist das eigene Depot auf verschiedene Branchen zu verteilen. Wir sprechen davon das Depot breit zu streuen. Doch wie hoch ist der %uale Anteil je Branche. Welche Branche gibt es und welche Branchen können den Hauptbranchen untergeordnet werden? Diese Frage habe ich Ihnen in den bereits von mir veröffentlichten Blogausgaben beantwortet. Werfen Sie gerne einen Blick zurück in meine bereits veröffentlichten Ausgaben. Mit der Entwicklung der einzelnen Branchen am Kapitalmarkt ändert sich jedoch auch die %uale Gewichtung. In dieser Ausgabe gebe ich Ihnen ein Update hierzu.
Wie man Branchen bezeichnet und wie man Unternehmen Branchen und Unterbranchen zuordnet ist nicht fix. Nehmen wir bspw. eines der größten Unternehmen der Welt „Johnson & Johnson“. Johnson & Johnson kann der Branche „Konsumgüter zyklisch“ „Drogerie – Pflegeprodukte“ zugeordnet werden, könnte aber auch der Branche „Gesundheit“ „Medizintechnik“ zugeordnet werden. Sie sehen nicht immer ist eine einwandfreie feste Zuordnung möglich. Dies für Sie als allgemeiner Hinweis. In meinem eigens entwickelten Kennzahlensystem sammle ich seit vielen Jahren Daten und werte diese monatlich aus. Die Punkteverteilung ist auch hier nicht fix. Neue Erkenntnisse bewegen mich dazu Gewichtungsfaktoren anzupassen. Es folgt ein grober Überblick über die Hauptbranchen und deren aktuelle Gewichtung.
Branche: %ualer Anteil: Hinweis:
Energie / Rohstoffe 2%
Finanzen 7%
Gesundheit 17% inkl. Chemieuntern.
Basiskonsum 11%
Industrie 20%
Konsum, zyklisch 14%
Sonstige – Dienstleister 6%
Sonstige – Medien 2,50%
Sonstige – Immobilien 2%
Technologie 18,50%
Bitte bedenken Sie auch die regionale Streuung. Amerika und die Währung des US$ sollte hier den größten Anteil einnehmen. Auf die Kontinente verteilt lässt sich in etwa folgende Gewichtung festmachen.
Kontinent: %ualer Anteil: Hinweis:
Amerika 45% bspw.: inkl. Kanada
Europa 30%
Asien 20% inkl. Australien
Afrika 5%
Der europäische Kontinent bietet Ihnen gute Diversifikationsmöglichkeiten bei den verschiedenen Währungen. Hierbei zu nennen ist bspw. der Schweizer Franken, das britische Pfund oder die schwedische Krone. Für jeden der genannten Landeswährungen lassen sich am Kapitalmarkt hervorragende Unternehmen finden.
Zu guter Letzt entscheidet dann Ihre eigene Risikoaversion. Sind Sie eher der vorsichtige / konservative Anleger werden Sie den %ualen Anteil bei den Branchen „Basiskonsum“ oder „Gesundheit“ hochfahren. Dies muss nicht zwingend eine geringere Rendite bedeuten. Zugegeben, der Technologiesektor hat in den vergangenen Jahren die beste Rendite erzielt. Jedoch steigt mit der Outperformance auch das Risiko da sich dies rumgesprochen hat. Dennoch sollte dieser Sektor nicht gemieden werden, denn die Zukunft gehört zu einem großen Teil dem Technologiesektor. Und Sie finden auch in dieser Branche immer wieder gute Einstiegsmöglichkeiten. Facebook hat bspw. im Juli 11,18% an Wert verloren. Somit werden risikoaverse Kapitalanleger i.d.R. die Branchen Technologie und Industrie höher gewichten.
Bitte setzen Sie nicht auf Verliereraktien oder Aktien mit extrem starken Ausschlägen. Dies gilt insbesondere dann wenn Sie sich langfristig erfolgreich am Kapitalmarkt engagieren wollen und Sie ein ständiges Kaufen und Verkaufen vermeiden wollen. Hierauf beruht mein eigen entwickeltes Kennzahlensystem. Es spricht aber nichts dagegen einen kleinen Teil Ihres Geldes in Turnaroundwerte und/oder spekulative Werte zu stecken.
Meine erstellten Musterdepots liefern Ihnen Erkenntnisse. Zwischenzeitlich wurden 3 Musterdepots für eine erfolgreiche langfristige Kapitalanlage angelegt. Zusätzlich wurde bisher ein Musterdepot für Turnaroundwerte angelegt sowie ein separates für das Kalenderjahr 2018. Das erstellte Musterdepot der Absturzwerte wurde aufgrund der hervorragenden Performance bereits aufgelöst. Zu gegebener Zeit werde ich ein neues Musterdepot Ihnen vorstellen.
Wie haben sich die Musterdepots im Juli 2018 entwickelt? Das erst erstellte Musterdepot vom 30.08.2017 schafft nun diesen Monat auch die Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World. Das Musterdepot v. 30.09.2017 für die langfristige Geldanlage schlägt den Vergleichsindex MSCI World nun um mehr als 100%. Diese Outperformance ist herausragend. Knapp am Vergleichsindex MSCI World scheitert diesen Monat das Musterdepot der Turnaroundwerte. Das Musterdepot für das Kalenderjahr 2018 schlägt den Vergleichsindex um Weiten. Während der MSCI World bisher in 2018 2,56% zulegte konnte dieses Musterdepot sich um sagenhafte 7,24% verbessern. Und auch das zuletzt am 02.03.2018 eingerichtete Musterdepot (Performance: 7,43% nach nur 4 Monaten) für die langfristige Geldanlage schlägt den Vergleichsindex MSCI World (Performance: 3,22%) um Weiten. Sollten Sie hier also investiert sein können Sie aktuell mit der Performance sehr zufrieden sein. Hier nun der Überblick über alle Musterdepots:
Seit Beginn der vorletzten Blogausgabe stelle ich Ihnen einen Börsenstar vor. Das Unternehmen was ich Ihnen diesen Monat vorstelle ist sehr besonders. Denn: Es ist so ziemlich das einzige Unternehmen was seit dem Jahr 2000 jedes Jahr (!) eine positive Rendite erzielt hat. Nur im Jahr 2004 mussten 2% Verlust (ohne Dividendenrendite) in Kauf genommen werden. Sehr beachtlich ist das Abschneiden im Jahr der Finanzkrise. Das war genau vor 10 Jahren. Während im Mittel die Unternehmen gut zweistellige Verluste hinnehmen mussten konnte dieses Unternehmen sogar einen Zuwachs von 1,12% (ohne Dividendenrendite) erzielen. Von welchem einzigartigen Unternehmen spreche ich? Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 10 Mrd. € ist das Unternehmen nicht besonders groß. Das Unternehmen hat seinen Sitz (wir vermuten es) in den USA. Das Unternehmen ist in der Branche „Sonstige – Dienstleister“ tätig. Der Name des Unternehmens ist Rollins. Und tatsächlich können Sie dieses Unternehmen problemlos über die deutschen Inlandsbörsen erwerben. Nur keiner kennt dieses Unternehmen. Welche lukrativen Dienstleistungen bietet das Unternehmen eigentlich an? Rollins hat sich im Bereich der Schädlingsbekämpfung über viele Jahre spezialisiert. Zurückgerechnet auf die letzten 28,58 Jahre erzielte das Unternehmen eine sichere effektive mittlere Kursrendite p.a. von 11,76%. Bezogen auf die vergangenen 21,58 Jahre (also mit Beginn 1997 Januar) waren es schon 15,22%. Nehmen wir nun die letzten 10 Jahre so erhöht sich die Kursrendite auf starke 21,84% p.a. Wir machen einen letzten Vergleich und betrachten die Kursentwicklung seit 2014 Januar. Die Kursrendite steigt tatsächlich weiter und beträgt nun 27,38%. Da kann selbst „Apple“ nicht mithalten. Seit 2014 Januar beträgt die jährliche effektive Kursrendite hier 21,73%. Bei diesen Zahlen muss man immer zur Vorsicht mahnen. Diese Werte bedeuten nicht, dass es immer so weiter geht. Skeptisch sollte man durchaus werden wenn das Unternehmen es mal nicht schafft in einem Jahr eine positive Kursrendite zu erwirtschaften. Das Betätigungsfeld hat durchaus Zukunft. Die Kursentwicklung ist jedoch der Umsatz- und Ergebnisentwicklung stets vorausgeeilt. Dies scheint aber nicht wirklich zu stören. In 2018 gewinnt der Titel per Ende Juli erneut starke 18% und befindet sich natürlich auf All-Time-High Niveau. Auch in der Dividendenhistorie kann man nur sagen: Chapeau! Seit 2003 bspw. wurde die Dividende jedes Jahr um mindestens 10% angehoben. Sie werden jetzt Parallelen feststellen zu meinen vorherigen Blogausgaben. Denn: Die aktuelle Dividendenrendite ist mit 1% sehr gering. Und immer wenn eine Dividendenrendite sehr gering ist fallen genau diese TOP Unternehmen bei vielen Fachzeitschriften durch das Raster. Ich sehe das als nicht richtig an denn bei einem langfristigen Engagement passiert hier folgendes. Im Jahr 2003 wurden bspw. 0,0396 US$ ausgeschüttet. Im GJ 2018 werden 0,56 US$ ausgeschüttet. Bei einem Einstieg im GJ 2010 (01.01.) Kurs damals: 8,569 US$ kommen Sie in 2018 auf eine Dividendenrendite von 6,54%. Mit dieser Dividendenrendite übertrumpfen Sie die meisten Unternehmen aus der Fachpresse. Rollins verspricht somit aus der Vergangenheit heraus stetig steigende Kurs- und Dividendenzuwächse. Das Unternehmen kann als sehr konservativ eingestuft werden. Dennoch ist das Unternehmen sehr hoch bewertet. Hierauf muss hingewiesen werden. Man darf nun sehr gespannt sein wie sich der Kurs in der Zukunft weiter entwickelt. Im neuen Monat August geht es so weiter wie die Jahre zuvor. „Der Kurs steigt weiter“.



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